Robins musings

Nachentgeltsendung am Ausgabeschalter

8. November 2009 · Kommentar schreiben

Nachentgeldsendung am AusgabeschalterSolch ein Zettel vor zwei Monatenin meinem Postfach (das sich immer über Post freut. Also: Postfach 0301, 79003 Freiburg). Der Ausgabeschalter war zu, ein wenig genervt bin ich in die Schalterhalle der Post und hab mich angestellt. In der Freiburger Hauptpost ist immer mehr los als im Reisezentrum der Bahn.

Ich bin mal gespannt was passieren wird wenn die Post alle ihre Filialen 2011 schliesst. Denn als ich in Berlin zu ner Postfiliale bin um mir selber ein Packet zu schicken (wollte nicht so viel Zeug schleppen), und dort gleich noch Bargeld abheben wollte wurde mir gesagt sie seien nur ein Postshop, keine Postbank, die wäre gleich um die Ecke (was sie auch war). Mag sein dass sich das in Berlin lohnt, extra Postbankfilialen zu eröffnen nachdem man die Post und DHL Filialen schliesst, aber was passiert ausserhalb der Ballungsräume? Aber eigentlich wollte ich ja von der verschollenen Nachentgeldsendung schreiben:

Diese war nämlich zunächst nicht aufzufinden, ich solle am nächsten Tag wiederkommen, man würde mir einen weiteren Zettel in mein Fach legen sollte man sie finden. Im Fach waren über die nächsten paar Tage hinweg keine neuen blauen Zettel und nach ca. einer Woche bin ich wieder in die Schalterhalle um mich zu erkundigen. Dieses mal landete ich bei einem anderen Beamten, der mir versprach noch einmal nachzuschauen. Und schwupps lag am nächsten Morgen ein neuer blauer Zettel in meinem Fach.  Wieder (zum dritten Mal) in der Schalterhalle kam ich zum selben Kollegen wie am Vortag. Ich hatte  noch eine zu verschickende, frankierte Postkarte in der Hand. Der Kollege erkennt mich wieder und geht meine Post suchen. Nach kurzer Zeit kommt er mit einem offenen, weißen Briefumschlag zurück:

Nachentgeltzahlung Briefumschlag„Ich lass Sie kurz reinschauen, dann können Sie sich überlegen ob Sie die Karte annehmen wollen. Ich würds nicht tun, da steht ja nichtmal ein Absender drauf. In dem (von der Post gespendeten und adressierten)  Umschlag war die folgende niedliche Karte:

Hund PostkarteHund PostkarteSachdienliche Hinweise die zur Ermittlung des bzw. der TäterIn führen melden Sie bitte hier an mich oder per Postkarte an die o.g. Postfachadresse. Denn ich hab leider keine Ahnung wer sich hier bei mir für was bedanken will. Und mich auf diese Weise dazu zwingt, der Post noch 106 Cents nachzuzahlen. Aber wie immer hab ich mich sehr über die Karte gefreut.

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14Magazin: Güterbahnhof

8. November 2009 · Kommentar schreiben

Vor einigen Monaten sprach mich Felix Dachsel darauf an ob ich nicht ein paar Fotos von/in/über Freiburg für VIERZEHN machen wolle. Die Aufgabe, kurz zusammengefasst: Die häßlichen Ecken Freiburgs ästhetisch fotografieren, ohne sich dabei nur auf Ha/Wei (sprich „HaWai“) zu beschränken. Hanna und ich haben sofort zugesagt. Von da an liefen wir mit offeneren Augen durch Freiburg, haben wir Ideen gesammelt (und auch einige gute Ideen von Andy S. und Felix bekommen) und ansonsten vieles dem Zufall überlassen. Insgesamt haben wir knapp 700 Fotos gemacht und der VIERZEHN-Redaktion ca. 40 zur Auswahl überlassen.

Hanna und mir hat es sehr viel Spass gemacht diese Serie zu fotografieren und wir haben dabei sicherlich unsere eigene Stadt ein wenig besser kennen gelernt. Ich hoffe VIERZEHN bleibt nicht nur eine Eintagsfliege, aber gerüchteweise ist die zweite Auflage schon in Planung. Viel Glück damit, liebe Redaktion. Wir freuen uns auf den nächsten Auftrag und die nächste Ausgabe.

Die nicht veröffentlichen Fotos werde ich in den nächsten Tagen hier veröffentlichen. Anstatt 40 einzelne Posts zu schreiben wird es pro „Location“  je einen Post geben. Ich fange gleich mal mit dem längsten Post an, dem Güterbahnhof:

Die Fotos ind alle entweder ovn mir oder von Hanna fotografiert und nachbearbeitet. Wie bei allen anderen Bildern in diesem Blog: Nachdruck/Verwendung nur auf Anfrage.

PS: Entgegen der Informationen im Impressum wurde die erste Auflage von VIERZEHN mit einer nicht zu unterschätzenden Summe vom u-asta unterstützt.

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Foto der Woche: Gratis

6. November 2009 · 2 Kommentare

…endlich mal wieder ein Bild, tut mir leid, viel zu tun derzeit. Danke an Philipp B., der mich auf dieses Plakat an einem Schließfach im KG IV der Uni Freiburg (jawoll, gemäß der neuen CI heißt sie nicht mehr Albert-Ludwigs Universität Freiburg, sondern nur noch Uni).

Es gibt also doch noch „gratis“ Dinge an der Uni

Gratis Papierstreifen

Gratis Papierstreifen

Ich hatte nur meine Baby-Kamera dabei, daher ist die Bildqualität nicht sehr überzeugend. Das „Kleingedruckte“ auf dem Plakat lautet:

Universell einsetzbar, zum Beispiel als Lesezeichen, zum Notieren von Telefonnummern, als ballast- und nährstoffreicher Snack zwischendurch, zur Kaugummiverwahrung…

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Urlaubsfotos

16. September 2009 · Kommentar schreiben

Seit dem 9. September sind wir unterwegs, im VW-Bus meiner Eltern. Entgegen aller Erwartungen lässt es sich dank umklappbarer Rückbank und Kühlbox sogar ganz komfortabel campen. VW Bus

Ursprünglich wollten wir eine Nacht in der Nähe von Genua verbringen und dann rasch weiter an die Côte d’Azur fahren, aber irgendwie war wild campen so gemütlich und der ligurische September so schön dass wir die S.R. 1 hinuntertrödelten.

Varigotti

Nicht ohne vorher einen italienischen Supermarkt leer zu räumen und eine Menge Barillas und Lavazza einzukaufen:

Barillas und Lavazza

Und weil es heute regnete waren wir nicht in Cannes am Strand sondern in Grasse, ähem, Parfumfabriken besichtigen. Aber wenigstens sieht man von Grasse aus den Strand;-)

Grasse, Côte d'Azur

So, und nun bin ich wieder offline bis Montag.

PS: Das erste mal in meinem Leben auf einem Campingplatz mit WiFi. Wie lustig.

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Foto der Woche: Gefängnis Freiburg

5. September 2009 · 3 Kommentare

Ganz schön zynisch, ausgerechnet dieses Filmplakat direkt vor dem Gefängnis aufzuhängen:

Werbung für Bankräuberfilm "Public Enemies" vor dem Gefängnis Freiburg

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Postkarte: Gras aus der Schweiz.

3. September 2009 · Kommentar schreiben

Besser gesagt: Heu. Danke Nat(h)alie;-) Sehr coole Idee.

Gras aus der SchweizGras aus der Schweiz von vorne.

PS: Ja, es war wirklich nur Heu und Klee drin, also kommt nicht auf dumme Gedanken.

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CDU-Wahlkampf in Berlin: Sicherheit und Mercedes-Benz

30. August 2009 · 1 Kommentar

Neben dem CDU-Slogan „Wir haben die Kraft für die SICHERHEIT UNSERES LANDES“ parkt an einem ganz normalen Mittwoch nachmittag rein zufällig ein größeres Aufgebot Sicherheitskräfte (in Fahrzeugen von Mercedes-Benz):

CDU Wahlkampf Sicherheit Polizei Berlin

… und Unter den Linden versucht die CDU mit Sicherheit noch einmal den Markennamen Mercedes-Benz in Verbindung zu bringen. Oder versucht Mercedes-Benz mit der CDU anzubandeln? Und wie war das nochmal mit Schleichwerbung?

CDU Wahlkampfplakat Unter den Linden

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Tunnelwirtschaft

29. August 2009 · 5 Kommentare

Fliegender Händler, Brick Lane, London
Fliegender Händler, Brick Lane, London

Man kennt es ja, das ewig gleiche Spiel. Sei es nun am Plaza del Sol in Madrid , der Brick Lane in Londen oder jeder anderen Großstadt, die nciht in Süddeutschland liegt: Die fliegenden Händler sitzen am Straßenrand, lautstark ihre auf Decken am Boden ausgebreiteten Waren anpreisend. Kaum biegt ein Päärchen Polizisten um die Ecke werden die Händler von Wache haltenden Buben gewarnt und alles rafft Decken zusammen und rennt davon. Die Polizisten schlendern gemütlich weiter, biegen um die nächste Ecke, die Händler kehren zurück und das Spiel beginnt von vorne. Verkauft wird so ziemlich alles, von gefälschten Prada-Taschen über Raubkopierte CD/DVDs bis zu Plastikschmuck und Massagekrallen.

Banane, Brick Lane, fliegender Händler, London

Banane, Brick Lane, fliegender Händler, London

Gebrauchte BVG-Tickets

Ein wenig anders läuft das Spiel in Berliner U-Bahnschächten ab. Sobald man (mit Kaufabsicht) vor einen BVG-Automaten tritt wird man unterbrochen: „Brauchst du Tageskarte? Nur 4 Euro!“ „Warum nicht?!?“ (ich habe übrigens immer nur originale Tickets frisch aus dem Automaten gekauft oder bin Fahrrad gefahren). „Meine“ Verkäuferin, nennen wir sie Leyla stand, zumindet die vergangene Woche über, zuverlässigst jeden Werktag am Nordeingang der U Schönleinstraße. Zeigt man Kaufabsicht zieht sie  einen dicken Stapel vermeintlich gültiger aktueller Tageskarten aus der Hosentasche und überreicht dem glücklichen unbedarften Käufer eine. Stellt sich nur die Frage, woher sie denn schon morgens um 11 Uhr so viele aktuelle aber gebrauchte Tageskarten hat. Natürlich wird mensch gelegentlich beim Verlassen der U-Bahnschächte auch gefragt ob man eine Einzel- oder Tageskarte zu verschenken hätte. Ich verschenke meine auch immer wenn ich sie nicht mehr benötige. Aber Tageskarten? Vormittags?

Berlin, Schönleinstraße, U-Bahn

Probleme und Konsequenzen?

Letztes Jahr fragte ich einen BVG-Kontrolleur, ob er wisse wo diese Karten denn herkämen. Er sagte die meisten seien gefälscht, ausradierte Stempel, Farbkopien oder gewachste Stempelfelder um Tagesstempel wieder abzukratzen. Er könne die gefälschten Tickets erkennen und müsse dafür Strafzettel verteilen.  Und das sei gar nicht lustig. Denn er meinte es gäbe nicht nur Ärger wegen Schwarzfahrens, sondern auch wegen Urkundenfälschung. Der Kauf und Verkauf gebrauchter Tickets sei verboten und würde verfolgt.

Nun ergab es sich aber gestern mittag, dass ich in der Schönleinstraße stand, nicht weit weg vom BVG-Automaten und Leyla. Ein paar Schritte weiter standen zwei BVG-Kontrolleure, die eifrig mit ihren Strafzettelverteilungsmaschinen spielten und herumblödelten (habe ich schonmal erwähnt dass die Kontrolleure in Berlin erstens besser hipper gekleidet sind als hier im Süden und zweitens viel freundlicher auftreten?). Nachdem die beiden mit mir in die selbe U-Bahn eingestiegen waren (und Leyla ausser Hörweite war) fragte ich sie, was sie denn von den Ticketverkäufern hielten und was die BVG unternähme. Die Antwort:

„Nichts. Was sollen wir denn machen?“ und „Ist nicht meine Aufgabe, sie fährt ja nicht schwarz, ich bin nur zum Fahrkarten kontrollieren da. Die sind Sache der Polizei.“

Die BVG bekämpft also nur die Symptome, bzw. verdient sich Geld damit, unbedarfte Touristen, die auf vermeintliche 2 Euro Ersparnis hereinfallen, wiederum 40 Euro Schwarzfahrereigebühren abzunehmen.

Bekommen die BVG-Kontrolleure eigentlich Provisionen pro „erwischtem“ Schwarzfahrer? Wenn ja dann wäre ja auch für sie die Verfolgung von Leyla geschäftsschädigend. Bleibt alles beim alten verdienen alle: Leyla ihren Lebensunterhalt, der Kontrolleur seine Provision und der Tourist an Erfahrung.

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Enthüllung der Wiwili-Brücke

1. Juli 2009 · Kommentar schreiben

Die Stadt Freiburg twittert. Zwar bekommt mensch dort nur die Pressemitteilungen mit, aber ab und zu ist da auch was interessantes dabei.  Gestern zum Beispiel die PM über die stückweise Enthüllung der Blauen Brücke, die im September, nach 19 Monaten Bauzeit und 6,3  Millionen Euro (ursprünglich waren 9 Monate und 2,4 Mio Euro geplant) endlich wieder befahrbar sein wird. Bürokratisch ausgedrückt nennt sich die Enthüllung  „Rückbauarbeiten der Brückeneinhausung“. Grade eben fuhr ich dran vorbei und konnte dort auch gleich meine neue Kamera, eine Samsung L100 testen:

Blaue Brücke, Freiburg

Blaue Brücke, Freiburg

Blaue Brücke, Freiburg

Blaue Brücke, Freiburg

Am zweiten Bild sieht man, dass wirklich die ganze Brücke hochgehoben wurde um die Pfeiler zu sanieren.

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Postkarte: RFID

1. Juli 2009 · Kommentar schreiben

Am 23. Mai hab ich mir eine neue Festplatte gekauft. Und beim Auspacken entdeckt, dass ganz unten im Karton 2 Plastikteile festklebten. Die hab ich, neugierig wie ich bin, gleich mal rausgerissen, mir angeschaut, und eine Postkarte draus gebastelt.

Meine neue ext. HDD mit den schon entfernten Chips

Meine neue ext. HDD mit den schon entfernten Chips

Zwischendrin noch beim Arlt nachgefragt ob dort denn schon RFIDs in der Lagerlogistik verwendet werden. Leider gabs nur eine nichtssagende Antwort:

Sehr geehrter Herr G,

leider können wir ihnen darüber keine Auskunft geben.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung und verbleiben

Mit freundlichen Grüßen

ARLT – Team

Mangels Kartenleser und Know How wurde es zwar eine ästhetisch schöne, aber leider nicht funktionale Karte:

Die beiden Chips auf der Karte

Die beiden Chips auf der Karte

und die Rückseite. Schön schlicht.

und die Rückseite. Schön schlicht.

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