Schlechter Stil

Hier steht der Originaltext

Das kam ungefragt bei raus:

Ein ungewöhnliches studentisches Theaterprojekt

Das hat es so in Freiburg noch nicht gegeben. Ein Theaterfestival von Studenten für Studenten und andere Theaterbegeisterte. An sechs Spieltagen stellen elf Gruppen ihre Projekte an zwei verschiedenen Spielstätten in Freiburg vor.

Das ct-festival („cum tempore“ – frei nach der akademischen Viertelstunde) ist eine neue Form von studentischer Theaterarbeit. Die Idee: Statt einem einzelnen von einer geschlossenen Gruppe inszenierten Stück wollten die Veranstalter, die studentische Theatergruppe Die Zeitgenossen, möglichst vielen Theaterbegeisterten die Möglichkeit geben, ihre eigenen kreativen Ideen umzusetzen.

Die einzige Bedingung dabei: Die one-acts durften maximal 15 Minuten (eine „akademische Viertelstunde“ eben) dauern. „Es macht Mut zu sehen, dass mit hohem studentischem Engagement ein solches Großprojekt wie das ct-festival möglich ist“, sagt Henrike Hepprich, Vorstand des Unabhängigen Allgemeinen Studierendenausschusses (u-asta) der Universität Freiburg, der das Festival unterstützt.

Seit Oktober haben die Zeitgenossen Schauspieler für ihr Theaterprojekt gesucht. Ende November war Bewerbungsschluss, und nun steht das Programm: „Elf Theaterprojekte haben sich bei uns beworben, vom klassischen Sprechtheater über Performances, von Improvisation bis hin zu Tanzstücken. All das wird auf dem ct-festival zu sehen sein“, so Johanna Meier, Mitglied der Zeitgenossen.

Die Acts

Die Tänzerin Doro Eitel hat eine Performance erarbeitet, die sich körperlich mit dem Verrinnen von Zeit auseinandersetzt. “Hell & Schnell” werden Gedichte vom Dichter und Satiriker Robert Gernardt von zwei Schauspielern szenisch interpretiert.

Das studentische Theaterprojekt Hall, das sich um die zeitgenössische Dramatik bemüht, beleuchtet im Talk-Show-Format eine gescheiterte Paarbeziehung. Zwei Stücke setzten sich mit dem Islam und den oft problematisierten kulturellen Unterschieden zur westlichen Welt auseinander.

Nathalie Dickscheid wird musikalisch in Auseinandersetzung mit Ingeborg Bachmanns Kurzgeschichte „Undine“ Geschlechterverhältnisse neu beleuchten. Das Theaterprojekt LUX aus Freiburg improvisiert zum Thema Zeit.

Die Zuschauer erwartet jeden Abend ein unterschiedliches Programm. Nach demersten Aufführungswochenende zieht das Festival außerdem vom Kulturzentrum Z in den Peterhofkeller um. „Wir wollten sehen, wie die gleichen Stücke an komplett verschiedenen Orten in unterschiedlichen Konstellationen wirken“, sagt Mit-Organisatorin Allison O’Reilly.

Die Zuschauer dürfen jeden Abend die Stücke bewerten. Die beliebtesten Stücke werden am 1. Februar in der Kammerbühne des Stadttheaters noch einmal aufgeführt.

[Probenfotos: Sarah Lurz]

Info zum Autor: Robin Gommel ist Mitorganisator des ct-festivals.

Was: ct-festival
Wann: Donnerstag, 10. Januar & Freitag 11. Januar, 20 Uhr; Samstag, 12. Januar, 19 Uhr bzw. Donnerstag, 17. Januar & Freitag 18. Januar, 20 Uhr; Samstag, 19. Januar 19 Uhr
Wo: !Z bzw. Peterhofkeller
Tickets:
VVK Buchhandlung Schwanhäuser, 4/7 €

ct-Festival:
Homepage

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