Wir sollten jedes Semester boykottierten

Foto: Nathalie Becker
Foto: Nathalie Becker

Heute endet die Rückmeldefrist. Und damit auch die Frist für die Überweisung der Studiengebühren. Vergessen? Nicht gewusst? So müsste es den meisten gehen.

Das Rektorat scheint nur in Semestern, in denen ein Boykottversuch gestartet wird darum zu kümmern, auch wirklich auf die Frist hinzuweisen. Im ersten Studiengebührensemester wurden innerhalb der Universität die gelben Boykottplakate flächendeckend von netten Heinzelmenschchen mit gelben Rückmeldeplakaten (in fast dem selben Layout) ersetzt. Auch beim letzten Boykott gab es manche (schon weniger, aber immerhin) Rückmelde-Erinnerungsplakate. Auch sonst sind Informationen oder Hinweise auf das Fristende nur schwer zu finden: Ziemlich weit unten im Studinewsletter 06/2009, in gefühlter Schriftgröße 4 findet mensch einen Hinweis, jedoch ohne Link zu weiteren Informationen (wohin, wie viel, ab wann, welche Daten, usw).

In letzter Zeit scheint sich das Rektorat allzu sehr auf eben diesen Studinewsletter zu verlassen. Dieser wird automatisch an die Uni-Adresse der Studierenden verschickt. Ich habe den Eindruck dass, im Gegensatz zu den Basler Studis, nur die wenigsten Freiburger Studierenden ihre Uni-Adresse regelmäßig verwenden. Auch bei den Uniwahlen ging die einzige Mitteilung von Seiten des Rektorates über eben diesen Mailverteiler.  Scheinbar sind dem Rektorat die Wahlen und die Rückmeldung nicht einmal wichtig genug für eine Meldung auf der Sartseite. Infos über die Wahlräume gabs dort übrigens auch nirgends zu finden. Nur ein “Wahlplattform”, auf der sich die antretenden Listen vorstellen konnte. Aber die Übersichtlichkeit und Usability der Uni-Website ist ein anderes Thema.

Zurück zur Rückmeldung. Eigentlich bekommt, wer sich nicht bis heute zurückmeldet, eine Mahngebühr von 10 Euro aufgebrummt. Ich denke nicht, dass es Kalkül der Verwaltung ist, mit den anfallenden Gebühren Kasse zu machen. Der Verwaltungsaufwand dafür sich sicherlich zu groß.

Ende Juni endet also die Frist, die ich habe um meine Gebühren für das kommende Semester, welches erst am 1. September beginnt, zu zahlen. Für Leute, die in den Semester”ferien” arbeiten müssen, um das Geld zusammen zu bekommen ist das eine zienmlich schwierige Situation. Sicher gäbe es die Möglichkeit, die  Zeiträume der Rückmeldung und der Zahlung der Gebühren zu entkoppeln. Dies liegt aber anscheinend nicht im Interesse der Verwaltung, würde es doch eventuelle weitere Boykottversuche erleichtern.

Wiedem auch sei, eigentlich wollte ich nur diejenigen unter euch, die hier studieren, und die Rückmeldung total vergessen hatten, daran erinnern. Und ja, vielleicht wäre es eine Überlegung wert den Boykott zu institutionalisieren, ihn einfach jedes Semester durchzuführen, um in Übung zu bleiben und um das Rektotorat daran zu erinnern die Studierenden daran zu erinnern zu zahlen.

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