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Geschicktes Placement?

Coca Cola hat mit der Anzeige “Let’s celebrate! 125 Jahre Coca Cola weltweit, 75 Jahre Coca Cola Schweiz” auf der Titelseite der Basler Ausgabe der Gratiszeitung 20minuten wirklich einen Volltreffer gelandet:

Coca Cola Anzeige "Let's celebrate" über dem Titel "Alle fünf Schweizer AKW haben Mängel"“Alle fünf Schweizer AKW haben Mängel” Titelt 20minuten reißerisch, auf Seite 2 wird dann jedoch gleich erlärt, dass die Mängel alle gar nicht so gravierend sind und dass die AKW bis auf Weiteres am Netz bleiben…

Das ist übrigens schon ne Weile her, die 20minuten ist vom 6. Mai 2011, ich hatte nur keine Zeit das zu bloggen.

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CDU-Wahlkampf in Berlin: Sicherheit und Mercedes-Benz

Neben dem CDU-Slogan “Wir haben die Kraft für die SICHERHEIT UNSERES LANDES” parkt an einem ganz normalen Mittwoch nachmittag rein zufällig ein größeres Aufgebot Sicherheitskräfte (in Fahrzeugen von Mercedes-Benz):

CDU Wahlkampf Sicherheit Polizei Berlin

… und Unter den Linden versucht die CDU mit Sicherheit noch einmal den Markennamen Mercedes-Benz in Verbindung zu bringen. Oder versucht Mercedes-Benz mit der CDU anzubandeln? Und wie war das nochmal mit Schleichwerbung?

CDU Wahlkampfplakat Unter den Linden

Update zu BKA/ W3R D/\5 L1357 157 D00F

es wird immer lustiger. Das BKA will ja anscheinend die Rechnung für die Brute-force-attack auf die verschwörerische Datein nicht zahlen. Aber schonmal vorausahnend, oder -planend, dass sie im zuge der Neufassung des BKA-Gesetzes wohl öfter verschlüsselte Datein zu knacken sein werden gibts ein neues Projekt bei dem das BKA auf die Unterstützung staatstreuer und terrorfeindlicher MitbürgerInnen bzw. deren Rechenleistung setzt:

BKA@Home

Inspiriert von Diensten wie Seti@Home will nun auch das BKA einen
Dienst bereit stellen bei dem Millionen von Nutzern dazu beitragen
sollen, dass die geheimen Schlüssel von brandgefährlichen
Terrorraubmorkopierschändern geknackt und die wichtigen,
verschlüsselten Terrorraubmordkopierschänder-Texte entschlüsselt
werden können.

steht so auf heise;-) Bei SETI@home und sonstigen lustigen GRID-Comuting Projekten (die es für alles mögliche, von Primzahlsuche bis zur Berechnung von Pokerwahrscheinlichkeiten gibt, hier eine Liste und hier noch eine) muss man ja meist irgendeine Software runterladen. Wäre ja geschickt wenn dann in der BKA@home-Software gleich der Bundestrojaner drin wäre, denn die staatstreuen und terroristInnensuchenden MitbürgerInnen haben ja nix zu verbergen. Oder?

Die Software bekommt dann immer kleine Häppchen an Daten zugeschickt wenn der Comupter zwar läuft, aber grade Rechenzeit frei hat, und da rechnet sie dann fröhlich dran rum und schickt die Ergebnisse an den Server zurück. Dafür wird der User mit lustigen Bildschirmschonerchen belohnt, die denen man beim Proteinefalten zuschauen kann. Oder vielleicht mit der Ehre, dass irgendwann ein Ausserirdischenvolk ihm einem benannt wird wenn dessen Computer sie im Datenwust der NASA entdeckt hat.

Das spart dem BKA (oder SETI oder den Pokerspielern) Geld für teure Rechnerfarmen und Stromkosten. A propos Stromkosten. Eigenlich gehören doch im CO2-Ausstosssenkungsorientieren Deutschland solche Programme prinzipiell verboten, könnten sie doch als Anreiz für User gesehen werden ihre Rechner des nachts laufen zu lassen um XYZ@home rechnen zu lassen.

Bis dahin suche ich eigentlich lieber nach Primzahlen oder falte Proteine statt Passwörter zu hacken. Will ja nicht dass da dann auf einmal auf meinem Bildschirm steht:

Du hattest Erfolg. Dein Computer hat das Passwort gefunden! Es lautet: W3R D/\5 L1357 157 D00F

Pech gehabt, liebes BKA!

01011oder auch: W3R D/\5 L1357 157 D00F

Wie sicher ist DEIN Passwort?

Wie gestern in Annes Blog zu lesen war (und auch auf Heise) hatte das BKA schon vor geraumer Zeit im mg-Ermittlungsverfahren gegen Andrej Holm (alles dazu in Annes Blog) versuchen lassen eine gpg-verschlüsselte Datei, die auf seiner Festplatte gefunden worden war zu öffnen. Praktischerweise war sein Private Key auch dort (immer gut verstecken!). Das BKA hat denKölner Informatikprofessor Schoder damit beauftragt die Passphrase herauszufinden. Das hat er auch. Sie lautet:

W3R D/\5 L1357 157 D00F

Der Inhalt der Datei, laut einem weiteren Heise Artikel von heute (mitzählen!):

Wer das liest ist doof. Wer das liest ist doof. Wer das liest ist doof. Wer das liest ist doof. Wer das liest ist doof. Wer das liest ist doof. Wer das liest ist doof. Wer das liest ist doof. Wer das liest ist doof. Wer das liest ist doof. Wer das liest ist doof. Wer das liest ist doof. Wer das liest ist doof. Wer das liest ist doof. Wer das liest ist doof. Wer das liest ist doof. Wer das liest ist doof. Wer das liest ist doof. Wer das liest ist doof. Wer das liest ist doof. Wer das liest ist doof. Wer das liest ist doof. Wer das liest ist doof.

Dreiundzwanzig Mal. Und der Witz: Das BKA will nun die Rechung der Kölner nicht bezahlen. Die Begründung: Die Datei sei noch vollständig entschlüsselt. Dreiundzwanzig Mal ein Satz mit dreiundzwanzig Zeichen. Derselbe Satz, anders geschrieben, als Passphrase. Das MUSS doch irgendeine geheime terroristische Bedeutung haben. Meint das BKA. Tja, da kann wohl ein Informatiker nicht weiter helfen. Vielleicht sollte sich das liebe BKA nun doch an die klassischen Verschwörungstheoretiker wenden.Oder mal wieder 23 schauen.

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Bin ich jetzt auch Terrorverdächtig? Ich verlinke zu Annes Blog, verschlüssle einige meiner Daten und viele Mails an alle die auch GPG nutzen. Und ich mache mich auch gern über das BKA lustig. Wo soll ich nun nur meinen Private-Key verstecken? Ich leg mir mal schnell ein neues Passwort zu.

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Foto: “Richter Friedemann” / http://www.jugendfotos.de, CC-Lizenz (by-nc)
http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/deed.de