Category Archives: Spielzeug der Woche

Spielzeug der Woche: Schlüsselanhänger

Schlüsselbund2Neulich im Technikwunderland Conrad in Benztown, sozusagen, liess ich mir eine Kundenkarte aufschwatzen. Obwohl ich normalerweise was gegen solche Datensammelsysteme habe hat die von Conrad einen grossen Vorteil: einen Schlüsselfundservice.

Das Prinzip dürfte bekannt sein. Aber hier nochmal zur Erinnerung: Man bekommt ein kleines Märkchen (mit einer individuellen Nummer, manchmal sogar mit Barcode, zukünftig wohl mit RFID-Chip) drauf und einem Text wie z.B.:

Lieber Schlüsselfinder, bitte werfen Sie diesen Schlüsselbund in den nächsten Briefkasten. Er wird dann automatisch dem Eigentümer zugestellt. Danke!

So ein Service (den die Postbank auch für ihre Elite “Select” Kunden anbietet, sogar mit Metallmarke statt mir Plastikteil) erschien mir als ein fairer Preis für meine Daten. Ausserdem kaufe ich sowieso fast nie “in persona” beim Conrad  und beim Onlineeinkauf erheben sie ohnehin weitaus mehr Daten.

Und was hat das nun mit Spielzeug zu tun? Nun, ich habe ja immer Spass daran existierende Systeme zu testen und zu hinterfragen. Beim Lesen des Textes auf dem Anhänger (s.o.) sprangen mir auch gleich die Schlagwörter “Schlüsselbund”, “Briefkasten”, “zugestellt” ins Auge und ich überlegte was ich denn damit machen könnte. Ich bin ja ein grosser Fan von Mailart und “dokumentiere” auch alle meine Postkarten (irgendwann poste ich sie auch mal, versprochen). Beim ersten Brainstorming mit mir selber entstand dann folgendes Konzept:

Ich werde einen der drei (ja, es gab wirklich sogar drei Anhänger) an einen “falschen” Schlüsselbund (also einen mit lauter Schlüsseln die ich nicht mehr brauche (Spenden nehme ich gerne entgegen)) hängen und mir diesen wiederholt selbst schicken. Jedesmal wenn ich den Schlüsselbund “verschicke” werde ich ihn weiter verfremden. Vom Schlüsselbund zum Schlüsselloch über einen einzigen Schlüssel, das Abbild und den Umriss eines Schlüssels (weitere Ideen irgendwer?). Dabei wird dokumentiert wie die “Postkarten” vor und nach Versand aussehen und ggf. auch die Korrespondenz mit Conrad. Zunächst werde ich nicht darauf vertrauen dass die Schlüssel immer von lieben Schlüsselbundfindern gefunden oder verstanden werden und werde sie bei dieser Serie sicherheitsweise immer selbst einwerfen. Für die nächste Serie wären dann Schlüsselbund-in-der-Nähe-eines-Briefkastens-verlieren-und-Teleobjektiv Programm.

Ich bin mal gespannt wie schnell ich aus dem Bohnusprogramm wieder rausfliege. Über Kritik, Anregungen und weitere Verfremdungen (oder Tipps für weitere Schlüsselfundservices) freue ich mich natürlich.

Und hier nun Fotos vom ersten Versuch, verschickt heute per Briefkasten Hauptpost Freiburg.

Schlüsselbund1

Spielzeug der Woche, gibts ab morgen auf der Macworld

geklaut vom voll wütenden Eichhörnchen:

Spielzeug der Woche: Bohnanza

Ursprünglich war die Serie Spielzeug der Woche für digitale Spielerenen, geeky Gadgets und sonstiges verrücktes und unsinniges Zeug bestimmt. Da es aber immernoch weihnachtet und mir leider niemand solch tollen geeky Sachen geschenkt hat, wir aber alle Gesellschaftsspiele spielen gibts diesmal ein solches.

Und zwar Bohnanza. Warum? Weil ich es der Tatjana geschenkt habe (um selber was zu spielen zu haben, zugegebenermassen) und weil es einem ähnlichen Merchandise-Prinzip folgt wie die Siedler von Catan: Erfolgreiches und süchtigmachendes Grundspiel,  viele Erweiterungen, dann die Übertragung des Spielprinzips auf andere “Welten” (Weltraum oä), dann Bücher, Fanbücher usw.

Zu Siedler gibts es inzwischen sogar einen schlechten historischen Roman (von Rebecca Gablé), die Siedler in Deutschland, usw. Bohnanza hat bisher sieben offizielle Erweiterungen bekommen. Einige davon waren laut Wikipedia sogar an Siedler-Erweiterungen angelehnt.

Bohnanza

Auf jeden Fall ist es ein lustiges Spiel, wenn die MitspielerInnen es verstehen. Und sich verstehen. Das scheint bei uns das Problem. Aldo und Suleima, die über Weihnachten da sind verstehen nur Spanisch bzw Französisch, welches Tatti und meine Mutter wiederum nicht verstehen. Und damit kommt der Handel zum Erliegen bzw Aline und ich müssen Dolmetschen…