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Re-Post: Grexit Mail

Over three years ago I posted photos of a postcard I sent my friend Andreas in Athens, preparing for Grexit before it was called Grexit.

The crisis has worsened, Troika insists on austerity for Greece although austerity without a haircut has never worked, Twitter is buzzing with #thisisacoup .

The postcard was originally sent in January 2012.

So it seemed appropriate to re-post “Greek Financial Crisis: “Just in case…””:

 A couple of months ago I moved back into my appartment. When I was unpacking boxes I found a little tin can full of old currencies. Amongst them three pieces of 10 drachmae.

Just in case bailing out Greece fails, I sent them to my friend Andreas in Athens:

Postcard to Andreas in Athens, Greece, Front: Just in case...

Three old 10 Drachmae Coins sent to Greece in case the country defaults and leaves the Eurozone.Postcard to Andreas in Athens, Greece, Back: Just in case...

Butter for Norway!

On Dec. 13th I stumbled upon an article on NPR’s  Planet Money  (one of my favorite Podcasts) reporting that Norway had run out of butter.

This sounded all too crazy to be true. Had it been April, I would’ve dismissed the whole thing as a nice Fools Day hoax. But searching around, I found a whole bunch of other media reporting the same story.

I had previously toyed with dry ice and with sending dry ice packaged things via domestic mail, so I decided to send one pack of butter (In Germany usually packaged in blocks of 250g) to Norway. Since I do’t know anybody in Norway I decided to send it to the Ministry of Trade (in retrospect I should have sent to to the Ministry of Agriculture…).

Unfortunately DHL told me that dry ice is considered a dangerous substance and shipping it through customs would be outrageously expensive and nearly impossible. Therefore I used cooling blocks, which Christian donated to me (Thanx again!).

The butter was shipped Dec 21st. I haven’t heard back from the Ministry yet.

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I guess Daniele is going to complain again about packaging mail art, but I think molten butter would have been too disgusting for the poor mail carriers in between. I would have tried that with frozen butter on expedited domestic shipping, but not in international mail guaranteed to get stuck in customs.

Postkarte: Kasia bekommt nen deutschen Pass

Letzte Woche bekam Kasia die deutsche Staatsbürgerschaft. Und zu solch einem denkwürdigen Anlass darf eine Postkarte natürlich nicht fehlen. Die Post hat die Karte zugestellt, sogar innerhalb eines Werktages. Zugegebenermaßen hatte ich ein wenig Angst, dass entweder die Briefmarken abfallen oder sich die Gürtelschlaufe löst und alles auseinanderfällt.

Postkarte Gürtel mit deutschen Nationalfarben zur Einbürgerung von Kasia. Frankiert mit 1,45€

Der Gürtel übrigens stammt aus einer “zu-Verschenken-Kiste”, die Sophie unserem Wohnzimmer hinterließ als sie aus unserem Keller auszog.

Lego ist toll

Letztes Jahr hab ich zufällig in Berlin einen Lego Store entdeckt. Neben den ganzen Lego Sets, die es dort so gibt findet man in dem Laden auch drei große Wände mit Noppen im Stil von Legosteinen. Diese Noppen sind gefüllt mit unterschiedlichsten Lego Kleinteilen. Man kauft sich eine Dose (die auch wieder aussieht wie ein Legostein) und darf sie vollstopfen mit Legokleinzeug.

Lego "Pick a Brick" in Real Life

Ich hab das natürlich gemacht und stand über ne Stunde dort und habe versucht aus unterschiedlichen Teilen Postkarten zu basteln. Irgendwann hatte ich Rohmaterial für drei Postkarten zusammengebastelt. Ich hatte sowieso schon länger die Idee, Post aus Lego zu basteln. Ursprünglich sah der Plan aber anders aus. Das poste ich vielleicht ein andermal.

Wie dem auch sei, letztendlich bastelte ich Postkarten aus jeweils vier transparenten Lego-Fenstern und füllte sie mit allerlei Kleinzeug. Wahrscheinlich kann man könnte man diese Karten als Warensendung für 70 Cent verschicken, aber ich hatte keine anderen Marken mehr, deswegen kleben 145er drauf:

Eine Postkarte aus Legosteinen für Fanny

Eine Postkarte aus Legosteinen für Fanny

Der Lego-Store in Berlin hatte vielleicht 100-200 unterschiedliche Steine zur Auswahl. Wen das zu wenig ist, oder wer bestimmte Steine sucht (wie ich, genau wieder diese Fensterteile;-), dem sei Legos Online Store namens “Pick A Brick” empfohlen. Dort gibts für jeweils ein paar Cent über 1500 unterschiedliche Steine zur Auswahl. Portokosten sind auch nicht exorbitant hoch.

Post für die Heise-Redaktion

Heise hat dieses Jahr wieder einen Wettbewerb namens “Mach flott den Schrott II (MfdS II)”. Und das ist ja, neben der MailArt genau mein Ding, obwohl ich zugeben muss, dass ich in letzter Zeit diesen Blog sträflichst vernachlässigt habe und hier eine Menge Artikel rumliegen, die noch irgendwann gepostet werden müssten.

Jawoll, ich bastle gerne Zeug aus altem Computerschrott. Meist nicht ganz so funktional und  ausgefallen wie viele andere der coolen Dinge die bisher bei MfdS II eingereicht wurden, aber immerhin. Es lohnt sich wirklich einfach mal durch die anderen Beiträge dort durchzubrowsen. Ich glaube den Putzroboter Puwist werd ich mir bei Gelegenheit auch mal nachbauen.

Nun aber zu meinem ersten Beitrag (ich hoffe ich darf noch mehr einreichen): Ich habe der Heise-Redaktion letzte Woche eine Postkarte geschickt, und dann gestern den Wettbewerbsbeitrag hochgeladen. Heute hat Heise ihn online gestellt. Die Fotos gibts nochmal hier im Blog, alles weitere könnt ihr auf Heise weiterlesen.

Netzwerkkarte für die Heise Redation, mit Netzwerkkabel 

Eine ähnliche Karte hatten letztes Jahr schon Ben und Daniele bekommen.

As usual:

Ich freue mich immer über kreative Post an

Robin
Postfach 301
79003 Freiburg

und wer mit tolle Post schickt bekommt auch tolle Post zurück;-)

Postkarte: Wassereis

Inspiriert von den Jusos, die vor einigen Jahren mal im AStA-Wahlkampf vom Bundestagswahlkampf übriggebliebenes Wassereis zu verteilten nun diese, sozusagen fluiden Postkarten. Manchmal wurden sie von der Post zusätzlich in kleine transparente Plastiktüten verpackt…

Wassereis BlauWassereis: Blau RückseiteWassereis: RotWassereis: Rot, Hinten

Postkarte: Visa

Wie zuletzt versprochen hier nun in willkürlicher Reihenfolge einige der Postkarten die ich in den letzten Monaten verschickt habe.

Die Adressen sind auf Wunsch der Adressaten meist zensiert.

Habt ihr schon mal ‘offline’ mit einer Kreditkarte bezahlt? Früher war das ziemlich verbreitet. Dabei wird die Karte in ein “Lesegerät” gelegt, drauf kommt ein Zettel, in dem der Betrag usw. eingetragen wird. Dann machts ratsch-ratsch und die Daten auf der Karten werden sozusagen auf dem Beleg gepresst. Deswegen sind Kartennummer, Gültigkeit und Name auch so reliefartig aufgedruckt.

Und genau diese tollen Zettel kann man natürlich (inkl. Durchschlag) auch per Post  verschicken:

Visa-FormularVisa-Formular 2

Brieftauben und Fahrradschlüssel III

Sie sind wieder da! Die Schlüssel. Kamen am Donnerstag wieder zu mir zurück, sorgfältig in einem riesigen wattierten weissen Umschlag verpackt, Handbeschriftet. Geht wohl anscheinend doch nicht über keyfinder.eu oder keyrefinder.eu.
Es hat also 7 oder 8 Tage gedauert bis die Schlüssel wieder da waren. Zugegebenermassen hab ich am Mittwoch, dem 28. nicht in mein Postfach geschaut, es kann also sein dass sie da schon wieder zurück waren. Wie dem auch sei, 7 Tage für verlorene Schlüssel innerhalb Deutschlands ist ganz schön lang. Rechnet man noch nen Tag mit dazu den der ehrenwerte Schlüsselfinder den Schlüssel mit sich rumträgt bis er dannmal zufällig an nem Briefkasten vorbeikommt. Und was macht der Schlüsselbundbesitzer in der Zwischenzeit? Frieren? Laufen? Sich Schlüssel nachmachen lassen? Seinem Arbeitgeber beichten dass er den Büroschlüssel verloren hat und die Schlüsselanölage nun ausgetauscht werden muss?
Dabei war ein nettes Anschreiben, aber lest selbst:
Antwort 1 vom Conrad SchlüsselserviceUmschlag

Brieftauben und Fahrradschlüssel

Gestern Mittag habe ich ihn also losgeschickt, meinen Schlüssel. Daniele hat mich auf Keyrefinder aufmerksam gemacht und ich hab noch die eidgenössische Version Keyfinder gefunden. Gar nicht so teuer das ganze. Das deutsche funktionert 10 Jahre, das der Schweizer Post fünf Jahre. Die schweizerischen Jetons sehen ein bisschen toller aus und haben magnetische Einkaufswagenmarken eingebaut (gegen Aufpreis sogar mit Schweizerkreuz oder Edelweiss). Beide Anbieter sagen dass der Service auch im Ausland funktioniert. Werd ich gleich mal testen.

Letzlich funktionieren diese Jetons wie Brieftauben. Man bringt sie irgendwohin und sie kommen immer wieder nach Hause (dumm nur wenn der Postfach/Briefkastenschlüssel am Schlüsselbund hängt). Bei Conrad gibt es ja praktischerweise gleich drei Jetons pro Kundenkarte. Ich könnte also irgend jemand anderem meine drei zukommen lassen und gegen dessen Jetons austauschen und so könnte man in begrenzter Weise Post austauschen, oder? Wer mag das mit mir ausprobieren?

Fahrradschlüssel steht im Titel, sehe ich gerade. Also. Am Schlüsselbund 1 von gestern sind drei Schlüssel. Ein alter Fahrradschlüssel von mir, von dem ich nicht weiss wo er passt (hab nur Nummernschlösser an meinen Velos), ein alter Fahrradschlüssel von Hanna und ein weiterer kleiner Schlüssel der noch an meinem Zweitschlüsselbund hing. Keine Ahnung zu was der passt. Daniele weiss das sicher, stimmts?

Spielzeug der Woche: Schlüsselanhänger

Schlüsselbund2Neulich im Technikwunderland Conrad in Benztown, sozusagen, liess ich mir eine Kundenkarte aufschwatzen. Obwohl ich normalerweise was gegen solche Datensammelsysteme habe hat die von Conrad einen grossen Vorteil: einen Schlüsselfundservice.

Das Prinzip dürfte bekannt sein. Aber hier nochmal zur Erinnerung: Man bekommt ein kleines Märkchen (mit einer individuellen Nummer, manchmal sogar mit Barcode, zukünftig wohl mit RFID-Chip) drauf und einem Text wie z.B.:

Lieber Schlüsselfinder, bitte werfen Sie diesen Schlüsselbund in den nächsten Briefkasten. Er wird dann automatisch dem Eigentümer zugestellt. Danke!

So ein Service (den die Postbank auch für ihre Elite “Select” Kunden anbietet, sogar mit Metallmarke statt mir Plastikteil) erschien mir als ein fairer Preis für meine Daten. Ausserdem kaufe ich sowieso fast nie “in persona” beim Conrad  und beim Onlineeinkauf erheben sie ohnehin weitaus mehr Daten.

Und was hat das nun mit Spielzeug zu tun? Nun, ich habe ja immer Spass daran existierende Systeme zu testen und zu hinterfragen. Beim Lesen des Textes auf dem Anhänger (s.o.) sprangen mir auch gleich die Schlagwörter “Schlüsselbund”, “Briefkasten”, “zugestellt” ins Auge und ich überlegte was ich denn damit machen könnte. Ich bin ja ein grosser Fan von Mailart und “dokumentiere” auch alle meine Postkarten (irgendwann poste ich sie auch mal, versprochen). Beim ersten Brainstorming mit mir selber entstand dann folgendes Konzept:

Ich werde einen der drei (ja, es gab wirklich sogar drei Anhänger) an einen “falschen” Schlüsselbund (also einen mit lauter Schlüsseln die ich nicht mehr brauche (Spenden nehme ich gerne entgegen)) hängen und mir diesen wiederholt selbst schicken. Jedesmal wenn ich den Schlüsselbund “verschicke” werde ich ihn weiter verfremden. Vom Schlüsselbund zum Schlüsselloch über einen einzigen Schlüssel, das Abbild und den Umriss eines Schlüssels (weitere Ideen irgendwer?). Dabei wird dokumentiert wie die “Postkarten” vor und nach Versand aussehen und ggf. auch die Korrespondenz mit Conrad. Zunächst werde ich nicht darauf vertrauen dass die Schlüssel immer von lieben Schlüsselbundfindern gefunden oder verstanden werden und werde sie bei dieser Serie sicherheitsweise immer selbst einwerfen. Für die nächste Serie wären dann Schlüsselbund-in-der-Nähe-eines-Briefkastens-verlieren-und-Teleobjektiv Programm.

Ich bin mal gespannt wie schnell ich aus dem Bohnusprogramm wieder rausfliege. Über Kritik, Anregungen und weitere Verfremdungen (oder Tipps für weitere Schlüsselfundservices) freue ich mich natürlich.

Und hier nun Fotos vom ersten Versuch, verschickt heute per Briefkasten Hauptpost Freiburg.

Schlüsselbund1